Jung und Alt unter einem Dach – Generationenübergreifendes Wohnen

Jung und Alt unter einem Dach: Generationenübergreifendes Wohnen liegt voll im Trend und ist beliebter denn je. Derzeit gibt es in der Schweiz über 70 Projekte unterschiedlichster Form, in denen verschiedene Generationen unter einem Dach leben. Aber auch im familiären Umfeld nimmt diese Wohnform wieder zu.


Damit das Zusammenleben von Jung und Alt gelingt, braucht es Offenheit, Herzblut und klare Regeln – aber nicht zu viele. Erfahren Sie folgend mehr zum Thema!


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Was ist Generationenübergreifendes Wohnen?


Unter generationenübergreifendem Wohnen versteht man das Zusammenleben von verschiedenen Generationen unter einem Dach. Das können Grosseltern, Eltern und Kinder sein, die alle gemeinsam in einem Haus leben. Aber es muss nicht unbedingt eine Verwandtschaft vorliegen. Heute gibt es viele Modelle des Zusammenlebens, in denen verschiedene Generationen in einem Haus oder einer Wohnanlage leben. In Zürich wohnen beispielsweise Studenten im Altersheim, leisten hier gemeinnützige Arbeit und bekommen dafür eine Mietminderung. Zufrieden mit dem Wohnversuch sind nicht nur die Beteiligten, sondern auch die Stadt Zürich. Aufgrund des Erfolgs will der Stadtrat weitere Wohnformen nach diesem Vorbild für Alt und Jung schaffen.



Welche Anforderungen gibt es an das Generationsübergreifende Wohnen?


Ein Haus, das von mehreren Generationen bewohnt werden soll, muss so geplant und gebaut werden, dass sich junge Menschen und Kinder ausleben dürfen, ohne durch Regeln allzu sehr eingeschränkt zu sein. Zugleich muss gewährleistet sein, dass das erhöhte Bedürfnis älterer Menschen nach Ruhe ausreichend berücksichtigt wird. Jeder sollte also seine eigene Wohneinheit haben, aber Gemeinschaftsbereiche wie Wohnzimmer, Badezimmer, Küche oder Garten werden von allen Generationen gemeinsam genutzt. Auf diese Weise bleibt man unabhängig voneinander und ist dennoch in der Nähe, um sich gegenseitig zu unterstützen.

In einem umgebauten Einfamilienhaus lässt sich das Generationenwohnen im Kleinen umsetzen. Wenn es der Grundriss zulässt, kann beispielsweise das Erdgeschoss in eine altersgerechte Wohnung für die Eltern umgebaut werden, während im ersten Stock eine abgetrennte Wohnung für die erwachsenen Kinder entsteht.

Auch in Mehrfamilienhäusern kann man ein Mehrgenerationenwohnen realisieren, indem man einfach mehrere Wohnungen nutzt. Aber es lässt sich auch im Grösseren realisieren, indem spezielle Wohnsiedlungen für ein angenehmes Zusammenleben von Jung und Alt geschaffen werden.



Welche Vorteile hat das Zusammenleben mehrerer Altersgruppen unter einem Dach?


Jede Altersklasse hat Vorteile beim Generationenübergreifenden Wohnen. Ältere Menschen bekommen die benötigte Unterstützung bei Haushaltsaufgaben oder auch einfach beim Bestreiten der Miete. Jüngere können von den Älteren lernen, deren Lebenserfahrung nutzen und Verantwortung für die Allgemeinheit übernehmen. Und Kinder lernen hier von Allen.

Lebt man mit der Familie unter einem Dach, können die Grosseltern beispielsweise auf die Enkel aufpassen, wenn die Eltern bei der Arbeit sind oder andere Termine haben. So können Betreuungskosten gespart werden und die Kinderbetreuung wird von Personen übernommen, die einem vertraut sind und die wohl dieselben Ansichten in Punkto Erziehung haben – denn man ist ja selbst von diesen erzogen worden. Die Grosseltern, also die älteren Generationen, profitieren davon, dass sie bei diversen Haushaltsaufgaben unterstützt werden, die sie nur noch schwer erledigen können. Auch ein inniger Kontakt mit den Grosseltern kann so aufgebaut und auch gehalten werden, was sonst bei einer grossen räumlichen Distanz nur schwer möglich ist. Trotzdem wird die Eigenständigkeit aller Mitbewohner vollständig erhalten – möchte man Ruhe haben, kann man sich in seine privaten Räume zurückziehen, möchte man aber Gesellschaft, trifft man sich einfach in den Gemeinschaftsräumen.


Für Generationenübergreifendes Wohnen ohne eine bestehende Verwandtschaft sind gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme das A und O. Ohne diese kann keine Gemeinschaft funktionieren. Das Mehrgenerationenhaus ist ein Lebensmodell für alle Menschen, die bereit sind, die Ellbogen etwas einzuziehen und sich nicht scheuen, über den Tellerrand schauen und ihren Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Nachbarn unterstützen sich gegenseitig, sei das im Haushalt oder bei administrativen Angelegenheiten. Oft gibt es bei diesen Projekten auch Hauscafés oder andere Treffpunkte, wo die Generationen zusammenkommen können. Für Kinder gibt es einen Spielplatz, für Erwachsene und Senioren - und alle anderen - Gartenbeete und einen Grillplatz.




Ist das Generationenübergreifende Wohnen auch für Sie ein Thema? Gerne suchen wir mit Ihnen geeignete Objekte und unterstützen Sie bei der Realisation. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

https://www.immosky.ch