Hausverkauf: Welche Kosten fallen an?

Der Verkauf einer Immobilie bringt viele Herausforderungen mit sich und erfordert Fachwissen, Marktkenntnisse und viel Erfahrung. Ein durchschnittlicher Verkaufsprozess dauert in der Regel 3-6 Monate. Die Dauer kann sich jedoch je nach Zustand der Immobilie, Ausschreibungszeit und der Art wie die Veräusserung abgewickelt wird, länger oder kürzer ziehen. Ist man nicht selbst Immobilienprofi, kann man sich die Unterstützung von Experten holen. So steht einem erfolgreichen Verkauf nichts mehr im Weg.


Um sich bestens auf den Hausverkauf vorzubereiten, sollten Sie sich die anfallenden Kosten vor Augen führen. Folgend haben wir diese übersichtlich aufgelistet, um böse Überraschungen zu vermeiden.




1. Notarkosten


Der Verkauf einer Immobilie ist erst rechtskräftig, wenn dieser beim Notar beglaubigt wird. Somit fallen bei Abschluss des Kaufs- bzw. Verkaufsvertrag Gebühren für dessen Arbeitsleistung an. Je nach Kanton sind die Kosten aber unterschiedlich. Hier lohnt es sich Offerten einzuholen.

Egal, ob Sie ein Haus, eine Wohnung oder Bauland veräussern – Der Verkauf Ihrer Immobilie wird nur mit einer notariellen Beurkundung rechtsgültig.

  • Der Notar tritt als neutrale Urkundsperson zwischen den beiden Parteien Verkäufer und Käufer auf und erstellt den Kaufvertragsentwurf.

  • Nach der Beurkundung des Kaufvertrags durch beide Parteien meldet er zudem die Eigentumsübertragung beim Grundbuchamt an.



2. Steuern - Grundstücksgewinnsteuer und Handänderungssteuer


Verkauft man in der Schweiz ein Grundstück oder Haus, fällt die Grundstücksgewinnsteuer an. Diese wird auf den Reingewinn des Verkaufs berechnet und ist vom Verkäufer zu zahlen.

Die Grundstücksgewinnsteuer ist eine Sondersteuer. Sie fällt immer dann an, wenn eben ein privates Grundstück den Eigentümer wechselt und wird entweder von der Gemeinde oder dem Kanton, in der/dem sich das Grundstück befindet, auf den Reingewinn des Verkaufs erhoben. Der Reingewinn ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den Anlagekosten. Die Anlagekosten setzen sich aus verschiedenen, im Laufe der Jahre entstandenen Kosten für das Grundstück zusammen.


Die Formel an sich ist einfach: Grundstücksgewinn = Verkaufserlös minus Anlagekosten bzw. Investitionen


Zudem wird in einigen Kantonen die Handänderungssteuer erhoben. Die Handänderungssteuer ist eine Abgabe, die in der Schweiz anlässlich eines Grundstückerwerbs erhoben wird und kantonal geregelt ist. Mit ihr wird der Wechsel der Verfügungsmacht über ein Grundstück besteuert.


(Mehr zu anfallenden Steuern finden Sie im ImmoBlog Beitrag «Die Grundstücksgewinnsteuer».

https://www.blog.immosky.ch/post/einfach-erkl%C3%A4rt-die-grundst%C3%BCcksgewinnsteuer)



3. Grundbuchgebühren und Gebühren für den Schuldbrief


Die Grundbuchgebühren sind ebenfalls unterschiedlich von Kanton zu Kanton. In einigen Kantonen wird die Anmeldung im Grundbuch nach Aufwand, also dem Zeitfaktor, berechnet, in den meisten aber pauschal. Zusätzlich verrechnet werden Auslagen.

Die Gebühren für den Schuldbrief orientieren sich an der Höhe des Schuldbriefes.



4. Maklerprovision - Für den organisatorischen Aufwand lohnt es sich einen Immobilienmakler zu beauftragen


Ein Verkauf Ihres Ein- oder Mehrfamilienhauses bedeutet zeitlichen und organisatorischen Aufwand. Daher lohnt es sich, für diese Aufgaben einen Immobilienmakler zu beauftragen.

Das Aufgabengebiet eines Maklers ist sehr umfassend.

  • Akquise von Neukunden, Beratung und Betreuung von Bestandskunden sowie Interessenten

  • Umfassende Vermarktung der Immobilie

  • Durchführung von Besichtigungen

Im Fokus steht natürlich immer der Verkauf Ihrer Liegenschaft. Der Makler begleitet durch die Abwicklung des gesamten Verkaufsprozesses bis zur Beurkundung. Dementsprechend ist eine Aufwandsentschädigung in Form der Maklerprovision vorgesehen – aber auch nur bei Erfolg. In der Regel trägt der Verkäufer die Kosten für den Makler. Festgehalten werden die Aufwände in einem Maklervertrag.



5. Zusätzliche Kosten – Nicht zu vergessen


Weitere Kosten können beim Hausverkauf in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung aufkommen. Diese wird fällig, wenn man eine Hypothek vorzeitig auflöst. Zudem können für die Beantragung von Zertifikaten oder eines Energieausweises zusätzliche Kosten anfallen.


Hat man diese Kosten schon vor dem Hausverkauf im Hinterkopf, ist man bestens vorbereitet und ist am Schluss nicht überrascht, wenn der Verkauf auch Kosten mit sich bringt. Aber wir können beruhigen: Bei der derzeitigen Lage wird nach Abzug der Kosten noch genug Gewinn übrigbleiben.