Schritt für Schritt zum Eigenheim

Was ist zu beachten, um den Traum von der eigenen Immobilie wahr werden zu lassen? Folgend haben wir für Sie einen Leitfaden mit den wichtigsten Schritten erstellt, um unangenehme Überraschungen beim Hauskauf zu vermeiden.


Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist eine der wichtigsten Entscheidungen - und Investitionen - im Leben. Sind Sie bereit, den Sprung zu wagen und Eigentümer Ihrer eigenen Immobilie zu werden?

Der Kauf eines Hauses ist keine Entscheidung, die auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Es ist normal, einen gewissen Enthusiasmus und Vorfreude zu verspüren - aber man sollte die technischen und administrativen Aspekte nicht aus den Augen verlieren und vernachlässigen. Handhabt man diese falsch, kann es zum Problem werden.


Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, ist es notwendig, sich über die wichtigsten Schritte vor dem Kauf einer Immobilie im Klaren zu sein.


Lassen Sie uns die Schritte gemeinsam durchgehen:


1. Kosten im Zusammenhang mit der Investition Eigenheim

Besonders bei einem Erstkauf wissen wir nicht unbedingt, welche Kosten damit verbunden sein können. Während einige offensichtlich erscheinen, wie z.B. die Hypothekenzahlung, sind andere weniger offensichtlich.


Es gibt drei Arten von Kosten, die zu berücksichtigen sind:

- Anfangskosten wie Anzahlung, Steuern und Transfergebühren (ca. 4,4% des Verkaufspreises).

- Belegungskosten: z.B. Grundsteuern, Versicherungsprämien.

- Größere Reparaturen, z.B. Renovierung eines Daches.


Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mieten oder kaufen sollen, können Sie die Vor- und Nachteile auflisten. Um diese Liste zu erstellen, sollten Sie den durchschnittlichen Preis von Häusern in der Nachbarschaft oder Region, in der Sie wohnen möchten, berücksichtigen. Dadurch erhalten Sie eine objektivere Einschätzung der Situation.


2. Berechnen Sie Ihre Ausleihkapazität

Die Tilgung der Hypothek ist die Hauptausgabe mit der Sie beim Hauskauf rechnen müssen. Um zu beurteilen, welchen Betrag Sie bei der Finanzierungsinstitution Ihrer Wahl leihen können, können Sie zunächst einen Überblick über Ihre finanzielle Situation erstellen. Anhand dieses können Sie die Tragfähigkeit Ihres Projekts „Hauskauf“ sicherstellen und wissen, welchen Betrag Sie monatlich für die Rückzahlung Ihres Darlehens bereitstellen können.


Das Wichtigste ist, Ihre finanzielle Sicherheit nicht zu gefährden. Die Kosten sollten 33% des Familieneinkommens nicht überschreiten. Die Wohnkosten setzen sich zusammen aus der Hypothek, berechnet mit einem empirischen Belastungssatz von ca. 5%, erhöht um eine Amortisation von 1% (rückzahlbar über 15 Jahre oder vor dem Rentenalter) sowie Unterhaltskosten.


Die Budgetierung ist ein wesentlicher Schritt. Dazu können Sie die fixen und variablen monatlichen Ausgaben des Haushalts auflisten. Zum Beispiel sollten Sie Ihre aktuelle Miete, Studiengebühren, ausstehende Darlehen, Freizeitausgaben (Restaurants, Reisen, verschiedene Aktivitäten usw.) usw. berücksichtigen.

Sobald Sie diese Liste erstellt haben, ziehen Sie die Kosten von Ihrem monatlichen Nettoeinkommen (vom Haushalt erwirtschafteter Betrag nach Steuern und Abzügen) ab.

Wenn diese erste Berechnung erfolgt ist, geht es darum, Ihre Kreditaufnahmekapazität zu berechnen und die Anfangskosten aus Ihren Ersparnissen zu begleichen.

Lassen Sie sich hier am Besten genau von einem Profi beraten. Dies ist bei dieser eher komplizierten Aufgabe für jemanden, der kein Finanzexperte ist, ein guter Rat.


3. Finanzierung Ihres Eigentums

Sobald die Berechnungsphase abgeschlossen ist, können Sie Ihr Kaufprojekt Ihrem Kreditgeber oder Hypothekenmakler unbesorgter präsentieren.

Der Kreditgeber stellt Ihnen die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten und Zinssätze vor und zeigt Ihnen, was Sie tun müssen, um eine Darlehensgenehmigung zu erhalten.

Zur Beruhigung können Sie sich Ihr Darlehen vorab genehmigen lassen und ein "Certificate of borrowing capacity" beantragen. Dadurch werden die Zinssätze und Finanzierungsbedingungen festgelegt. So können Sie Ihre Suche nach diesen Kriterien ausrichten. Aber Vorsicht, diese Vorabgenehmigung ist keine Garantie dafür, dass Sie Ihren Kredit erhalten! Diese Vorab-Genehmigung ist für einen Zeitraum von etwa 3 bis 4 Monaten gültig.


In den Darlehensbedingungen gibt es viele Variablen, wie zum Beispiel:

  • Art der Verzinsung (fest, variabel)

  • Rückzahlungsfrist

  • Laufzeit der Hypothek: Am Ende der Laufzeit können Sie die Bedingungen Ihres Darlehens neu verhandeln.

  • Amortisationsperiode

  • Vorauszahlungs-Option

Diese unterschiedlichen Daten müssen mit Ihrem Kreditgeber besprochen werden. Um alle Chancen auf Ihre Seite zu bringen, denken Sie daran, dass Sie zu dem Termin folgende Unterlagen mitbringen:

  • Ihre letzten Steuererklärungen (einschließlich aller offiziellen Anhänge)

  • Pass / ID

  • Einkommensnachweis (3 Lohnzettel)

  • Nachweis Ihrer Ersparnisse und Investitionen

  • Informationen über Ihre aktuellen Schulden (Kredit, Leasing, Rente)


4. Ihre Traumimmobilie finden

Wenn Sie Immobilien kaufen, müssen Sie eine breit gefächerte Sichtweise einnehmen.

Wie wird sich die Nachbarschaft entwickeln? Welches sind die mittel-/langfristigen Projekte, Erweiterung Ihrer Familie, Entwicklung Ihrer beruflichen Tätigkeit usw.?


Es können mehrere Kriterien berücksichtigt werden:

  • Lage: Eher ruhige oder lebhafte Nachbarschaft, Vorhandensein von öffentlichen Verkehrsmitteln, nahe gelegene Geschäfte, Dienstleistungen.

  • Größe: Anzahl der Schlafzimmer, Vorhandensein eines Büros, etc.

  • Besonderheiten: Art der Heizung, Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Gartens, eines Swimmingpools, Böden oder nicht, usw.

Auch die Art der Immobilie muss bei Ihrer Wahl berücksichtigt werden (Miteigentum, PPE usw.).

Die richtige Wahl des Eigenheims ist entscheidend, weil sie Ihre Finanzen und Ihren Lebensstil beeinflusst. Es ist nicht sinnvoll, sich zu weit in die Zukunft zu projizieren. Im Durchschnitt wechselt ein Eigentümer seinen Besitz 2 bis 3 Mal im Leben. Wichtig ist, gut beraten zu sein, um den Schritt ohne Risiko zu gehen.



5. Abgabe eines Kaufangebots und Verkaufsabschluss

Wenn alle vorherigen Schritte erfolgreich waren, ist es an der Zeit, das Kaufversprechen beim Notar einzulösen. Dies ist ein Vertrag, der für Sie rechtlich bindend ist. Zögern Sie nicht, einen Fachmann, z.B. einen Immobilienmakler, hinzuzuziehen.


Um gültig zu sein, muss das Kaufversprechen die folgenden rechtlichen Informationen enthalten:

  • Der Name des Käufers, des Verkäufers und die Adresse der Immobilie (Grundstücksnummer)

  • Der dem Verkäufer angebotene Kaufpreis

  • Die Höhe der Reservierungsanzahlung

  • Artikel, die in den Kauf einbezogen werden sollen (z.B. ein Outdoor-Spa)

  • Das Datum der Frist, d.h. das Datum, an dem Sie Ihr Eigentum in Besitz nehmen.

  • Antrag auf einen Energieausweis für bestimmte Kantone (CEBS)

  • Das Datum des Ablaufs des Ermächtigungsrechts

  • Jede andere Bedingung des Kaufversprechens

Dank der notariellen Kaufurkunde sind Sie geschützt und haben die Gewissheit, dass alle Klauseln und Bedingungen enthalten sind.


Sollten Ihnen einige dieser Schritte noch ein wenig vage erscheinen, machen Sie sich keine Sorgen, unsere Makler und Hypothekarberater werden Sie gerne bei jedem Schritt von A bis Z begleiten.