Wie wohnt die Schweiz 2021?

Aktualisiert: Aug 2

So wohnt die Schweiz: Am liebsten zu zweit, meistens allein. 36 Prozent der 3,8 Millionen Schweizer Privathaushalte sind Single-Haushalte und von einer Person allein bewohnt. Am zweithäufigsten sind Familienhaushalte mit Kindern (29,3 Prozent), knapp gefolgt von kinderlosen Paar-Haushalten (27,2 Prozent). Auffällig ist, dass die Haushalte mit Alleinerziehenden immer mehr zunehmen.


In dieser Woche wollen wir Ihnen mit unserem Blog-Beitrag einen Überblick über die derzeitige Wohnsituation der Schweizer geben und verschiedene Formen des Wohnens aufzeigen.



Der Traum vom Eigenheim


Der Wunsch nach einer eigenen Immobilie, vorzugsweise im Grünen, ist nach wie vor der Traum der meisten Schweizer. Studien zeigen, dass hier die Lage am Stadtrand der in der Agglomeration vorgezogen wird. Generell lässt sich aktuell wieder eine Zunahme der Land-Präferenz feststellen; dies liegt womöglich daran, dass aufgrund der Möglichkeit des Homeoffice und der immer besseren Verkehrsinfrastruktur die unmittelbare Nähe zum Arbeitsplatz nicht mehr unbedingt nötig ist.


Im eigenen, alleinstehenden Einfamilienhaus zu wohnen, steht im Wunsch-Ranking der Schweizer Bevölkerung ganz oben. Laut der letztjährigen Wohntraumstudie möchte sich jede dritte Person in der Schweiz in den nächsten zehn Jahren Eigentum leisten. Dafür muss der durchschnittliche Schweizer Haushalt rund acht Jahre sparen. Der Durchschnitts-Immobilienkäufer hierzulande erfüllt sich seinen Traum vom Haus dann mit ca. 48 Jahren - und macht ihn damit um 21 Jahre älter als die Erstkäufer in Grossbritannien beispielsweise.


1,4 Millionen Schweizer Haushalte (38 Prozent) sind Stand heute im Wohneigentum untergebracht, die Hälfte davon in einem Einfamilienhaus. Das zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS). 2,3 Millionen Haushalte wohnten zur Miete und bezahlten dafür im Schnitt monatlich 1362 Franken.



Single-Haushalte als #1 Wohnform


Der Single-Haushalt ist mit Abstand die meistverbreitete Wohnform in der Schweiz. Neue Szenarien sehen die Zahl der Privathaushalte in den kommenden Jahrzehnten erneut stark zunehmen. Grund hierfür sind insbesondere die Wanderungsströme in die Schweiz. Aber auch der Wandel hin zu mehr Emanzipation wird den Trend sicher fördern. 2019 wurden in der Schweiz 3,8 Millionen Privathaushalte gezählt. Zwischen 2020 und 2050 wird die Anzahl Privathaushalte von 3,8 Millionen auf 4,7 Millionen ansteigen, was einer Zunahme von 23 Prozent entspricht.


Doch am stärksten steigt in den letzten Jahren die Anzahl der Einelternfamilien – vor allem jener mit alleinerziehenden Müttern. Derzeit haben 16,2 Prozent der 1,1 Millionen Familienhaushalten diese Form, von ihnen bestehen wiederum 83,2 Prozent oder 150'000 aus alleinerziehenden Müttern mit Kindern.




Wohngemeinschaften sind im Trend


Gemeinschaftliches Wohnen wird immer beliebter. Was früher eigentlich nur für Studenten in Frage kam, ist heute eine kostensparende Alternative und für viele notwendig, um die sehr hohen Mieten in den Ballungszentren und Metropolen wie Zürich tragen zu können. Zudem ist eine weitere Form des Zusammenlebens – die Alters-WG – auf dem Vormarsch. Der demografische Wandel macht auch vor der Schweiz nicht halt. Deshalb sind alternative Wohnformen für ältere Menschen notwendig; zudem ist in einer Alters-WG die Versorgung und der soziale Kontakt sichergestellt.


Aber es gibt noch weitere Anspruchsgruppen, die diese günstige und flexible Wohnform für sich erkannt haben. Junge Berufstätige beispielsweise und vor kurzem Zugezogene zieht es vorwiegend in den grossen urbanen Zentren in diese gemeinschaftliche Wohnform. Während sie für eine Mehrheit nur eine Übergangslösung ist, gibt es aber durchaus viele Dauer-WGs in allen Alters- und Einkommensklassen. Durchschnittlich liegt das Jahreserwerbseinkommen bei WG-Bewohnern bei rund 65'000 Franken, Erwerbstätige mit Löhnen von über 100'000 Franken sind hier eher selten zu finden.


Corona hat hier allerdings deutliche Auswirkungen. Im Gegensatz zu den anderen Segmenten im Immobilienmarkt hat die Pandemie in diesem schnelllebigen und flexiblen Markt aber deutliche Spuren hinterlassen. Gründe hierfür sind einmal das Homeoffice, weswegen viele nicht mehr in unmittelbarer Nähe ihres Unternehmens wohnen müssen und auch die längere Verweildauer zu Hause hat sicher viele nachdenken lassen, ob die WG (noch) die richtige Wohnform ist. Die Nachfrage ist hier jedenfalls stark eingebrochen, wie eine Datenanalyse der Plattform wgzimmer.ch zeigt.



Schnelllebiges Umfeld sorgt für neue Wohnformen in der Schweiz


Globalisierte Arbeitsmärkte, befristete Anstellungen, kurzlebige soziale Beziehungen: dieses schnelllebige Umfeld sorgt dafür, dass die Anzahl der Single-Haushalte weiter ansteigen wird. Während die Haushalte schrumpfen, nehmen allerdings Wohnungsgrössen und der Anspruch an die Ausstattung oder Energieeffizienz in der Schweiz weiter zu.



Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden, wie genau sich die Wohnsituation der Schweizer entwickelt.



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