Die aktuellen Architekturtrends in der Schweiz

Aktualisiert: 3. März

Jedes Jahr gibt es neue Architekturtrends, die sich auf Immobilien allgemein, die Bauweise oder Einrichtungsstile auswirken und die Architektur prägen. Welche Trends in der Schweiz im Jahr 2022 dominieren, möchten wir Ihnen mit diesem ImmoBlog-Artikel zeigen.

Vielleicht planen Sie ja, dieses Jahr den Traum vom Eigenheim wahr zu machen – dann lassen Sie sich hier inspirieren!



  • Klare Linien und offene Räume

Sieht man sich die Neubauten derzeit an, kann man eine Gemeinsamkeit gleich erkennen: Alle haben klare Linien. Das vermittelt eine gewisse Ruhe und Unaufgeregtheit – in der heutigen so bunten und reizüberflutenden Welt ist eine Immobilie mit klaren Linien ein Ruhepol.


Grosszügig, hell, flexibel: Offene Wohnbereiche begeistern heute die meisten. Dennoch ist "Kochen, Essen, Wohnen" ohne Wände nicht für jeden das Richtige. Entscheidend sind neben den baulichen Gegebenheiten auch die persönlichen Bedürfnisse.

Eine Wohnung oder ein Haus mit offener Bauweise kombiniert mehrere Räume in einem grossen Wohnbereich. Normalerweise sind dies Küche, Esszimmer und Wohnzimmer, seltener gliedern sich Garderoben, Flure oder Schlafzimmer an. Eine extreme Form offener Bauweise sind Loftwohnungen, die meist gar keine Innenwände oder räumliche Abgrenzungen haben.


In den letzten 25 Jahren hat sich die offene Bauweise sowohl bei Neubauten als auch bei Renovierungen als Standard durchgesetzt. Neuerdings öffnet sich der Wohnbereich auch immer öfter nach draussen, Richtung "Grünes Wohnzimmer" auf Balkon und Terrasse.

Bei einer derart offenen Bauweise ist die Reduzierung des Lärms ein grosses Thema und ein weiterer Architekturtrend. Schon bei der Planung wird auf Materialien geachtet, die sich gut zur Schalldämmung eignen. So wird das eigene Zuhause – auch wenn ein offenes Raumkonzept vorliegt – zu einer Oase der Ruhe.




  • Energieeffizientes Bauen und Passivbauweise

Umweltfreundliche und alternative Lebens- und Bauweisen rücken für viele Menschen immer mehr ins Zentrum. Die ökologische Bauweise ist auf dem Vormarsch – schon allein, da es geplante gesetzliche Verschärfungen im CO2-Bereich gibt. Energieeffizienz und möglichst schonender Umgang mit Ressourcen ist in der heutigen Zeit unumgänglich.


Ein Passivhaus ist eine Kombination aus Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und Komfort. Per Definition ist damit ein Haus gemeint, das mit einer optimalen Wärmedämmung im Vergleich zu einem «normalen» Haus 75 bis 90 Prozent der Heizkosten einspart. Schon bei der Planung sollte auf eine gute Wärmedämmung und eine gute Belüftung geachtet werden. Pellet-Kessel, Solarthermie oder Wärmepumpen sind hier die Stichwörter und Technologien, die bei energieeffizientem Bauen eingesetzt werden. Eine Wärmepumpe nutzt die Wärme des Wassers, der Luft, der Erde oder aus der Umgebung, um Heizwärme zu erzeugen. Ziel des Trends ist ein «Nullenergiehaus» – das bedeutet, dass das Haus so viel Energie produziert, wie es benötigt wird und erzeugt keine Emissionen.




  • Die Farbe Weiss

Hellere und klare Farben vermitteln Gelassenheit, Ruhe und Sauberkeit. Besonders Weiss gehört im Jahr 2022 zu den beliebtesten Farben der Architekten. Weiss ist allerdings nicht gleich Weiss – besonders in der Innenarchitektur wird die (Nicht-)Farbe in unterschiedlichen Varianten und Farbabstufungen derzeit sehr gerne verwendet. Durch helle Böden und Wände wirken Räume grösser und offener. Und in Kombination mit weissen Einrichtungsgegenständen wirkt alles sehr minimalistisch – was ebenfalls eine ruhige und angenehme Atmosphäre vermittelt.


  • Modernes Badezimmer zum Entspannen

Das Badezimmer war früher der Raum, in dem es nur um die eigene Körperpflege ging. Heute wird das Badezimmer immer mehr zu einem Ort, in dem Sie sich auch nach einem langen Tag entspannen und die Ruhe geniessen können. Ausgestattet mit grosser – am besten freistehender – Badewanne und Wasserfall-Dusche gleichen moderne Badezimmer heute Wellness-Tempeln. In vielen modernen Nasszellen werden auch Bildschirme bzw. Flatscreens installiert, um beim Baden oder allmorgendlichen Frischmachen Musik zu hören oder sogar Filme zu sehen. Mit fortschreitender Digitalisierung wird es in den kommenden Jahren weitere Innovationen für das Badezimmer geben.



  • SMART-Home

Smart Home Lösungen ermöglichen schon heute die intelligente Steuerung der Haustechnik via Smartphone, Tablet oder PC. Aber das Konzept kann noch viel weiter gehen - "smarte" also intelligente Geräte, die Verknüpfung dieser und Automatisierungen werden das Wohnen in Zukunft verändern. Experten gehen davon aus, dass Wohngebäude in Zukunft flächendeckend „smart“ werden.

Wer jetzt plant, zu bauen, sollte das Haus oder die Wohnung also schon jetzt zum "Smart Home" machen bzw. die Option offenlassen und etwa Kabeltrassen für eine spätere Nachrüstung einbauen. Denn das wird schon bald nicht nur den Komfort von Häusern erhöhen, sondern auch deren (Wiederverkaufs-)Wert.



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